MediatorKünstlerhaus, 2013, Wien

 

Diese Version von Mediator besteht aus drei separaten Teilen, die zu einer akustischen Kommunikation über eine Entfernung im Raum dient. Diese Installation wurde exklusiv für den Plastikersaal im Künstlerhaus in Wien entwickelt. Jedes einzelne Teil besteht aus einer von der Decke hängenden, über sechs Meter langen Schnur, die mit einem circa sieben Kilogramm schweren Pflasterstein nach unten angespannt ist. Ein Kontaktmikrofon und ein Audio Speaker sorgen dafür, dass die durch Berührung erzeugten Vibrationen verstärkt und als laute Klänge im Raum abgespielt werden. In der Situation einer Gruppenausstellung, bei der ein Gemisch aus vielen verschiedensten Arbeiten den Raum gefüllt hat, war eine derartige Intervention ein allgegenwärtiges, aus der akustischen Umgebung herausstechendes Werkzeug der Kommunikation. TeilnehmerInnen einer Interaktion konnten sich nicht sehen, wodurch ihre Wahrnehmung auf bestimmte Soundimpulse gelenkt wurde.

 

Mediatoren: 

Kommunikationsinstrumente, die eine wortlose Interaktion zwischen mehreren Menschen ermöglichen. Informationsaustausch findet auf einer akustischen Ebene statt. Klänge ersetzen die Bedeutung von Worten, andere Interpretationsfelder werden aktiviert. Die Objekte sind analog und so simpel gebaut, dass sie auf intuitive Weise zu betätigen sind, zum Beispiel durch Zupfen, Schlagen, Streichen oder Werfen. Sie funktionieren durch ihren einfachen Bau bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen. Es gibt keine Regeln, nur Materialeigenschaften und Formen, die ein großes Möglichkeitsspektrum eröffnen. Die Objekte können zu performativen Zwecken oder als Musikinstrumente verwendet werden. Das Ziel ist es, Werkzeuge und Situationen zu erschaffen, die uns von der Komplexität der Sprache distanzieren. Der Zweck der Kommunikation ist nicht mehr jemandem etwas zu erzählen, sondern sich gegenseitig zu erleben.