Mediator/ Locker Gallery/ MAK, 2011, Wien
Eine kreisförmige Kupferscheibe mit 15cm Durchmesser wird mit Hilfe von Metallseilen und Drahtspannern in einem Spind installiert. Verschiedene Schnüre sind durch vorgebohrte Löcher mit der Scheibe verknotet. Sie hängen aus dem Spind heraus und fallen bis auf den Boden. Sie können in die Hand genommen, gespannt und wie eine Gitarrenseite in Schwingung gebracht werden. Auf der Hinterseite der Kupferscheibe ist ein Kontaktmikrofon befestigt. Seine Aufgabe besteht darin, die Schwingungen in elektrische Impulse umzuwandeln und mit Hilfe eines Audiospeakers, der sich unterhalb der Installation befindet, in Form von akustischen Klängen im Raum wiederzugeben. Die bis zu fünf Meter langen, freihängenden Schnüre haben den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, ihre Position im Raum und die Stärke der Spannung zu bestimmen. Bei dieser Version des Mediators war eine Interaktion von bis zu 12 Teilnehmern möglich.


 

Mediatoren: Kommunikationsinstrumente, die eine wortlose Interaktion zwischen mehreren Menschen ermöglichen. Informationsaustausch findet auf einer akustischen Ebene statt. Klänge ersetzen die Bedeutung von Worten, andere Interpretationsfelder werden aktiviert. Die Objekte sind analog und so simpel gebaut, dass sie auf intuitive Weise zu betätigen sind, zum Beispiel durch Zupfen, Schlagen, Streichen oder Werfen. Sie funktionieren durch ihren einfachen Bau bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen. Es gibt keine Regeln, nur Materialeigenschaften und Formen, die ein großes Möglichkeitsspektrum eröffnen. Die Objekte können zu performativen Zwecken oder als Musikinstrumente verwendet werden. Das Ziel ist es, Werkzeuge und Situationen zu erschaffen, die uns von der Komplexität der Sprache distanzieren. Der Zweck der Kommunikation ist nicht mehr jemandem etwas zu erzählen, sondern sich gegenseitig zu erleben.