“Mediator / Sound Cube” 2009

In einem 1 Qubikmeter großen Eisenrahmen sind verschiedene Schnüre kreuz und quer gespannt. Um diesen befindet sich ein 1,4 Qubikmeter großer Holzrahmen. Beide sind mit 40 Drahtspannern verbunden, die für den Ausgleich der Zugkraft, die die Schnüre auf das Innengerüst ausüben, sorgen. Die ganze Konstruktion wird mit acht Metallseilen im Raum installiert und mit einem Lichtspot von oben beleuchtet. Durch Berührung des Objekts entstehen Schwingungen, die mit einem Kontaktmikrofon in elektrische Impulse umgewandelt und mit Hilfe von Audiospeakern im Raum als akustische Klänge wiedergegeben werden.

 

 

Mediatoren: Kommunikationsinstrumente, die eine wortlose Interaktion zwischen mehreren Menschen ermöglichen. Informationsaustausch findet auf einer akustischen Ebene statt. Klänge ersetzen die Bedeutung von Worten, andere Interpretationsfelder werden aktiviert. Die Objekte sind analog und so simpel gebaut, dass sie auf intuitive Weise zu betätigen sind, zum Beispiel durch Zupfen, Schlagen, Streichen oder Werfen. Sie funktionieren durch ihren einfachen Bau bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen. Es gibt keine Regeln, nur Materialeigenschaften und Formen, die ein großes Möglichkeitsspektrum eröffnen. Die Objekte können zu performativen Zwecken oder als Musikinstrumente verwendet werden. Das Ziel ist es, Werkzeuge und Situationen zu erschaffen, die uns von der Komplexität der Sprache distanzieren. Der Zweck der Kommunikation ist nicht mehr jemandem etwas zu erzählen, sondern sich gegenseitig zu erleben.