Mediator / Round Table, 2012

Auf ein rundes Metallgerüst wurde eine nasse Kuhhaut mit Hilfe von Drahtspannern und Schnüren aufgezogen. Durch den Trocknungsprozess ist eine fest angespannte, trommelartige Fläche entstanden. Auf ihrer Unterseite ist ein Kontaktmikrofon befestigt, dessen Aufgabe darin besteht, die Schwingungen der angespannten Haut in elektrische Impulse umzuwandeln. Sie werden an einen Audiospeaker, der unterhalb der Fläche installiert ist, weitergeleitet. Die durch den Audiospeaker erzeugten akustischen Wellen bringen die Fläche zum Schwingen. Es entsteht eine Rückkopplung. Auf einem Ring, der an der äußeren Seite des Metallgerüsts befestigt ist, liegen hunderte Holzwürfel mit einer Seitenlänge von 18mm. Sie können auf der Aktionsfläche durch Auflegen organisiert werden. Eine Verteilung einzelner Elemente und die dadurch erzeugten Strukturen beeinflussen die Rückkopplung.

 

Mediatoren: Kommunikationsinstrumente, die eine wortlose Interaktion zwischen mehreren Menschen ermöglichen. Informationsaustausch findet auf einer akustischen Ebene statt. Klänge ersetzen die Bedeutung von Worten, andere Interpretationsfelder werden aktiviert. Die Objekte sind analog und so simpel gebaut, dass sie auf intuitive Weise zu betätigen sind, zum Beispiel durch Zupfen, Schlagen, Streichen oder Werfen. Sie funktionieren durch ihren einfachen Bau bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen. Es gibt keine Regeln, nur Materialeigenschaften und Formen, die ein großes Möglichkeitsspektrum eröffnen. Die Objekte können zu performativen Zwecken oder als Musikinstrumente verwendet werden. Das Ziel ist es, Werkzeuge und Situationen zu erschaffen, die uns von der Komplexität der Sprache distanzieren. Der Zweck der Kommunikation ist nicht mehr jemandem etwas zu erzählen, sondern sich gegenseitig zu erleben.